Da der Fahrzeugpark des Arbeits- und Beschäftigungsprojektes „Solipakt“ auf Grunddes Alters immer mehr Reparaturkosten verursachte, hatte sich die in Neustadt ansässige „Familie Kurz/Bährstiftung“ eine ganz besondere Aktion ausgedacht:
Jede Spende , die ab der Benefiz- Gala Anfang November 2011 für die Anschaffung eines neuen - gebrauchten - Fahrzeuges gesammelt wurde, wollte die Stiftung verdoppeln. Während der Gala kamen
bereits über 1.000,00 € zusammen, ... und dann ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb von knapp 6 Wochen war das Geld beisammen. Einen großen „Brocken“ steuerte die Neustadter
„Schröter- Stiftung“ bei, kurz danach überbrachten die Damen vom Früchteteppich St. Martin ein größeren Geldbetrag und immer wieder gab es Einzelspenden, die für den Kauf des LKW´s
gedacht waren. Und als Gustav Adolf Bähr, Mitinitiator des Weihnachtsmarktes der Nächstenliebe anrief, und eine Spende zusicherte, waren es bereits weit über 17.000,00 €
die zusammen gekommen waren.
Zusammen mit Herrn Metz, einem ortsansässigen KFZ Mechaniker wurde ein Transporter ausgesucht, der übrigens dann auch noch günstiger zu haben war als gedacht. Ein Satz Winterreifen und eine erste Inspektion wurde dann auch noch kostenlos von der Fa. Metz gesponsert.
Nun wurde das Fahrzeug offiziell von einigen der Sponsoren überreicht.
An der kleinen Feier mit Dekan Armin Jung als Trägervertreter nahmen das Ehepaar Schröter von der Schröter- Stiftung, das Ehepaar Bähr sowie Herr Kästel von der Kurz/Bähsrstiftung
teil.
Dekan Armin Jung dankte alles Spendern und verwies darauf, dass „Lichtblick“ sich fast ausschließlich durch Spenden finanzieren würde und nur auf Grund der Solidarität der Bürgerinnen
und Bürger bereits über 15 Jahre bestehen könne.
Hans Eber-Huber, Leiter der Einrichtung, teilte mit, dass mit dem Überschuss aus der Spendenaktion, ein drohendes finanzielles Loch aus 2011 gestopft werden konnte.
Vergrößerung der Bilder durch "Klick" auf die Bildmitte
Mehr Bilder von der Einweihung hier entang.
Unser Projekt SoliPakt begann 2002, also vor genau 10 Jahren.
Und das kam so:
Der prot. Kindergarten im Schönthal organisierte im November 2001 einen Kinderflohmarkt. Kinder des Kindergartens spendeten Spielsachen, Plüschtiere und Spiele für einen Flohmarkt, dessen Erlös dem Lichtblick zu Gute kam. Zusammen mit den Erzieherinnen überbrachten sie danach die Spende und auch ein selbst gestaltetes Bilderbuch mit der Geschichte des Hlg. St. Martin. Wir waren damals alle sehr gerührt und begeistert von der tollen Idee und entwickelten selbst ein Projekt, um uns bedanken zu können. Wir lieferten schließlich im Frühjahr 2002 „Man- Power“, und halfen mit, den Naturkindergarten am Waldrand wieder in Ordnung zu bringen.
So entstand mit 2 Männern das Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „Solipakt“. Die beiden Männer waren Kalle und Gerd, beide chronisch Suchtkrank und körperlich und psychisch am Ende.
Übrigens: beide entschieden sich 2003 eine Suchttherapie durchzuführen und Gerd, der frühere Vorarbeiter bei der Fa. Ibag war, fand nach der Therapie sofort eine Stelle, wurde jedoch wieder rückfällig, verlor die Stelle und starb ein Jahr danach. Kalle lebt seit der Therapie alkoholabstinent, hat mittlerweile seinen Führerschein gemacht und seit Jahren eine festes Arbeitsverhältnis, er ist für viele Lichtblickler zum Vorbild geworden.
Ende 2002 hatten wir dann auch ein kleines Konzept entwickelt, mittlerweile arbeiteten 6 bis 10 Besucher des Lichtblicks ehrenamtlich mit in dem Projekt.
Aus der Konzeption:
Von Beginn an versuchen wir, unseren Besuchern tagesstrukturelle Angebote zu machen. D.h. Tagesausflüge, kleiner Hilfestellungen, Mitarbeit in der Einrichtung, kleinere Erledigungen .
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Für die Menschen ist es wichtig, durch Arbeit und Beschäftigung ihr Selbstwertgefühl zu steigern.
Mit dem Arbeitsprojekt möchten wir folgendes erreichen:
Viele Kirchengemeinden, Institutionen und Einzelpersonen unterstützen seit Jahren den Lichtblick durch Geld- und Sachspenden. Darüber hinaus finanziert die Stadt seit 2002 die Stelle der Leitungskraft.
Die Einrichtung möchte sich in Zukunft für dieses Engagement bedanken.
Wir packen an.
Wo Hilfe benötigt wird, die nicht durch Firmen, Fachkräfte, öffentliche Hand geleistet wird, möchte Lichtblick Hilfe und Unterstützung anbieten.
Daneben sollen Tätigkeiten für bedürftige und ältere Menschen angeboten werden.
Im ersten Jahr bekamen wir einmal die Woche einen Transporter des Roten Kreuzes geliehen, ansonsten gingen unsere Leute direkt zum Einsatzort oder nutzten Fahrräder.
Bereits 2003 kann man im Jahresbericht nachlesen:
Im Sommer wurde ein gebrauchter Transporter gekauft, der häufig im Einsatz war. Der Bus konnte mit Unterstützung der Niederländischen Gemeinschaft und der Schröter- Stiftung angeschafft werden.
Und dann ging es Schlag auf Schlag:
Der Jahresbericht 2005 berichtete:
Durchschnittlich waren dort 2005 10 Frauen und Männer beschäftigt, die über die Arbeitsgemeinschaft eine zusätzliche Aufwandsentschädigung erhielten ( s.g. Euro-Job). Hinzu kamen bis zu zwei Frauen und Männer , die s.g. Sozialstunden ( gerichtliche Auflage) leisteten. Insgesamt wurden 2005 über 13.000 gemeinnützige Arbeitsstunden geleistet !
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Im Herbst 2006 wurde wieder ein Fahrzeug angeschafft mit Hilfe der Schröter Stiftung und im Jahresbericht 2007 schließlich kann man folgendes nachlesen:
Seit 1. Juni ist Frau Ute Schön in Teilzeit für das Arbeitsprojekt „SoliPakt“ zuständig. Sie wird unterstützt durch die ehrenamtliche Mithilfe von Friedrich Ditsch. Frau Schön wird finanziert über Mittel der ARGE (Trägerzuschüsse) und Erlöse aus Wohnungsauflösungen.
2009 erhielten wir einen Pritschewagen und 2010 erhielten wir einen PKW, wiederum geponsort von der SchröterStiftung.
Im Jahresbericht 2011 steht folgendes:
Im Berichtszeitraum hatten wir so viele Aufträge wie nie. Fast 380 Aufträge und über 21.000 Stunden wurde vom „SoliPakt“ geleistet und von Ute Schön verwaltet. Ende 2011 hatten wir 12 s.g. Eurojobber beschäftigt, ein Mitarbeiter vollzeitig mit Unterstützung des Jobcenters, ein Mitarbeiter und zwei Mitarbeiterinnen im Rahmen eines „Mini Jobs“ und Frau Schön als Teilzeitkraft. Dazu kamen immer wieder Frauen und Männer, die auf Abruf mitarbeiteten oder Gerichtsstunden abarbeiten mussten.
Im Herbst 2011 erhielt Solipakt den Pfälzischen Diakoniepreis für sein innovatives Engagement für bedürftige Menschen.
Und dann gab es noch eine gute Nachricht zum 15-jährigen Bestehen unserer Einrichtung. Da der Fahrzeugpark auf Grund des Alters immer mehr Reparaturkosten verursachte, hatte sich die in Neustadt ansässige „Familie Kurz/Bährstiftung“ eine ganz besondere Aktion ausgedacht. Jede Spende , die für die Anschaffung eines neuen - gebrauchten - Fahrzeuges gesammelt wurde, wollte die Stiftung bis zu einem Betrag von 7.500,00 € verdoppeln. Startschuss der Aktion war anlässlich der Benefiz-Gala am Mittwoch, 2. November. Dort wurde eine Kasse aufgestellt und über 1.000,00 € gesammelt.
... und dann ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb von knapp 6 Wochen
war das Geld beisammen. Einen großen „Brocken“ steuerte die Neustadter „Schröter- Stiftung“ bei, kurz danach überbrachten die Damen vom Früchteteppich St. Martin einen größeren
Geldbetrag und immer wieder gab es Einzelspenden, die für den Kauf des LKW´s gedacht waren. Und als Gustav Adolf Bähr vom Weihnachtsmarkt der Nächstenliebe anrief und eine Spende
zusicherte, waren es bereits weit über 17.000,00 € die zusammen gekommen waren. Zusammen mit Herrn Metz, einem ortsansässigen KFZ Mechaniker, wurde ein Transporter ausgesucht, der übrigens
Dank der Verhandlungstaktik von Herrn Metz auch noch günstiger zu haben war als gedacht. Einen Satz Winterreifen und eine erste Inspektion wurde dann auch noch kostenlos von der Fa. Metz
gesponsert.
Vertreten sind heute:
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Die "Rheinpfalz" vom 15.02.2012 schreibt:
Als absoluten Glückstreffer für die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick” bezeichnet deren Leiter Hans Eber-Huber eine Spendenaktion, die im imNovember gestartet worden war und bei der 17 000 Euro zusammengekommen sind.
Diese 17.000 Euro reichen jetzt nicht nur, um einen Transporter mit Baujahr 2008 für das seit zehn Jahren bestehende Arbeitsprojekt „Solipakt” anzuschaffen, sondernauch noch, um das finanzielle
Defizit des Jahres 2011 auszugleichen.
Einer der zwei Transporter, mit denen die Ein-Euro-Jobber und ehrenamtlichen Helfer des „Lichtblicks” zu den verschiedenen Arbeitseinsätzen des „Solipakt” fahren, warin die Jahre gekommen und
reparaturanfällig geworden. Für eine Ersatzanschaffung sagte die „Kurz-Bähr-Stiftung” zu, alle bis zu einer Höhe von 7500 Euro eingehendenSpenden zu verdoppeln. „Es ging Schlag auf Schlag”, freut
sich Eber-Huber. Die Schröter-Stiftung spendete 4000 Euro, bei der jährlichen Benefiz-Gala des „Lichtblick”wurden 1000 Euro gesammelt, die Frauen, die jedes Jahr zum Erntedankfest in St. Martin
einen Früchteteppich gestalten, überreichten 800 Euro, und 500 Euro kamenaus dem Erlös des „Weihnachtsmarkts der Nächstenliebe” im Mußbacher Herrenhof.
Eber-Huber hatte Kosten von 15.000 Euro für einen gebrauchten Transporter kalkuliert. Gemeinsam mit Arno Metz, Inhaber einer Neustadter Autohandlung und einesAbschleppdienstes, schaute sich
Eber-Huber dann einen für 15.500 Euro zum Verkauf stehenden Transporter an. „Herrn Metz ist es gelungen, den Preis auf 12.500Euro herunterzuhandeln, außerdem hat er uns neue Winterreifen, neue
Bremsen und eine Inspektion gespendet”, berichtet Eber-Huber erfreut. Der Restbetrag von 4500Euro kam dem „Lichtblick” gerade recht, denn 2011 waren die angefallenen Kosten für die
Tagesbegegnungsstätte in Neustadt höher als die Spendeneinnahmen. Es seisehr erfreulich, dass der „Lichtblick” seit vielen Jahren bei der Kurz-Bähr-Stiftung und der Schröter-Stiftung immer wieder
ein offenes Ohr finde, bedankte sich auch derNeustadter Dekan Armin Jung.
Der bisherige Transporter, der eigentlich ausgemustert werden sollte, wird bis zur nächsten größeren Reparatur oder zum nächsten Tüv-Termin im Einsatz bleiben. Damehrere bisherige Helfer wegen
neuer Vorgaben des Jobcenters nicht mehr beschäftigt werden dürfen (wir berichteten am 20. Dezember 2011), würden diese jetztehrenamtlich bei „Solipakt” mitarbeiten.
Dadurch habe man mehr Mitarbeiter als sonst, könne mehr Aufträge annehmen und deshalb ein drittes Fahrzeug gut gebrauchen,sagte Eber-Huber. (ann)
Mit frdl. Genehmigung von Annegrat Ries