Die „Rheinpfalz“ berichtet am 14.4.2012: Tanz-Kaffee: Alleinunterhalter gesucht Zum Tanz-Kaffee wollen das Mehrgenerationenhaus und die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick ab 10. September jeden Montag einladen. Jetzt werden Alleinunterhalter gesucht, die dort spielen möchten. Montags von 14 bis 16 Uhr soll ab September bei Kaffee und Kuchen getanzt werden. Nach Angaben von Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick, soll mit dem Tanz-Kaffee auch Menschen mit wenig Geld die Möglichkeit geboten werden, einen schönen Nachmittag zu verbringen. Die Organisatoren hoffen, dass an einigen Nachmittagen ein Alleinunterhalter zum Tanz aufspielt. Deshalb werden nun Musiker gesucht, die ein- oder mehrmals spielen möchten. Die Tanz-Idee hatte Philipp Klein, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Lichtblick und begeisterter Tänzer. Den Erlös des Verkaufs von Kaffee und Kuchen soll der Lichtblick bekommen. Musiker, die bei dem Tanz-Kaffee spielen möchten, können sich im Mehrgenerationenhaus, Telefon 06321/855224, oder im Lichtblick, Telefon 06321/355340, melden. (ann) Mit frdl. Genehmigung von Annegret Ries.
Die Rheinpfalz berichtet in Ihrer Ausgabe vom 28.09.2011 nachfolgend aufgeführte Texte zur Veranstaltung: „Leute haben sich riesig gefreut”
Arbeitsprojekt „Solipakt” des „Lichtblicks” holt heute Preis in Speyer ab.
Das Arbeitsprojekt „Solipakt” der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick” erhält den Preis der Stiftung „Zukunft gestalten” des Diakonischen Werks Pfalz (wir berichteten). Heute um 18 Uhr wird das Preisgeld in Höhe von 3.000 € im Historischen Ratssaal in Speyer überreicht - für den Lichtblick ist das eine Gelegenheit, auf eine Schwierigkeit der Konstruktion aufmerksam zu machen.
Mit dem 2002 von Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte, gestarteten Projekt soll Langzeitarbeitslosen, die zum Beispiel wegen ihrer Lebensgeschichte oder psychischen, sozialen und anderen Problemen auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, die Möglichkeit einer Beschäftigung und einer Qualifizierung geboten werden. „Solipakt” ist dabei keine Konkurrenz zu Handwerkern, da laut Lichtblick nur Aufträge angenommen werden, die entweder von keinem Betrieb erledigt werden oder vom Auftraggeber regulär nicht bezahlt werden können. Auftraggeber sind unter anderem Kirchengemeinden, Kindergärten, das Jobcenter, soziale Einrichtungen sowie Menschen, die selbst in einer Notlage sind. Finanziert wird „Solipakt” vom Jobcenter, zudem zahlen die Auftraggeber eine kleine Pauschale. Die Mitarbeiter werden etwa mit Kursen individuell gefördert. „Unsere Leute haben sich über den Preis riesig gefreut, das ist eine Bestätigung ihrer Arbeit”, sagt Ute Schön. Die gelernte Schreinerin und Krankenschwester ist seit Juni 2007 mit einer halben Stelle für „Solipakt” zuständig, kümmert sich um Planung und Organisation. Wie sie berichtet, gibt es bei dem Projekt derzeit zwölf Plätze für Langzeitarbeitslose, die als sogenannte Ein-Euro-Jobber beschäftigt werden. Außerdem leisteten in der Regel etwa zwei bis drei Leute Arbeitsstunden ab, die sie von einem Gericht auferlegt bekommen hätten. Aufträge habe man meist für etwa 14 Tage im Voraus, trotzdem gingen immer wieder auch kurzfristig Aufträge ein, etwa wenn es darum gehe, von einer Zwangsräumung Betroffenen zu helfen. In der Regel seien drei Arbeitsteams an verschiedenen „Baustellen” im Einsatz. 2010 wurden von den Mitarbeitern von Solipakt rund 20.000 Arbeitsstunden geleistet. Schön bedauert, dass die Beschäftigten aufgrund geänderter gesetzlicher Regelungen nur noch sechs Monate arbeiten dürften und dann mindestens drei Monate Pause machen müssten: „Wenn die Leute sich eingewöhnt haben, müssen sie schon bald wieder aufhören.” Das Interesse an den zwölf Arbeitsplätzen sei groß, weiß Schön. Die Auswahl treffe das Jobcenter, jedoch könne der „Lichtblick” Vorschläge machen.
„Dieses Engagement für Langzeitarbeitslose ist beispielhaft”, begründet Henri Franck, Vorsitzender der Diakoniestiftung, warum der zum vierten Mal verliehene Preis an das Arbeitsprojekt ging. Mit dem Diakoniepreis sollen laut Sabine Jung, Geschäftsführerin der Diakoniestiftung, „innovative Projekte gefördert werden, die soziales Lernen ermöglichen und zur Entwicklung von Gesellschaft und Kirche beitragen”. Bewerben können sich Initiativen, Vereine und Einzelpersonen aus der Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Nach Angaben von Jung gab es 2010 sechs Bewerbungen, in den Vorjahren seien es jeweils doppelt so viele gewesen. Das Preisgeld stifte die kirchliche Versicherung Bruderhilfe.
(Kopie von Rheinpfalz-Zeitung vom 28.September 2011)
Die Tagesbegegnungsstätte Lichtblick-Neustadt an der Weinstrasse
feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum.
Seit 15 Jahren ist die Einrichtung in der Trägerschaft des Protestantischen Dekanats Anlaufstelle für Obdachlose, Durchwanderer und sozial schwache Menschen. Der Lichtblick finanziert sich überwiegend aus Spenden, die von Kirchengemeinden, Privatleuten, Geschäften und Firmen kommen. Einige Neustadter Geschäftsleute unterstützen den Lichtblick schon von Beginn an mit Lebensmitteln.
Wie Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte berichtet, werden die Lebensmittel vor allem für das Essen verwendet, dass von Montags bis Freitags und zeitweise auch Samstags im Lichtblick angeboten wird.
Wer in einer akuten Notlage ist, darf Lebensmittel mitnehmen. Und wenn etwas von den gespendeten Lebensmitteln im Lichtblick gerade nicht benötigt wird, ge-hen sie an die Tafel, die zweimal pro Woche Lebensmittel an Bedürftige ausgibt.„Ohne unsere regelmäßigen Spender würde es den Lichtblick schon lange nicht mehr geben“, sagt Eber-Huber. Er betont, dass alle Lebensmittel von bester Qualität sind, doch aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr verkauft werden können. „Wir bekommen nichts, dass verdorben ist“, versichert Eber-Huber.
Schon seit 15 Jahren sorgt die Bäckerei Hoffmann, die ihren Stammsitz in Hambach hat, dafür, dass es im Lichtblick immer Brot gibt. „Wir können dort re-gelmäßig große Mengen Brotabholen und Herr Hoffmann gibt uns immer noch etwas dazu, beispielsweise einen Sack ganz frische Brötchen“, freut sich Eber-Huber. „Wir müssen mehr backen, als wir verkaufen können, damit die Kunden im-mer Auswahl haben und ich bin froh, dass wir das Brot nicht wegwerfen müssen“, sagt Robert Hoffmann. Eine Hambacherin, die sich für den Lichtblick engagierte, hatte den Kontakt hergestellt.
„Viele Menschen geraten heute unverschuldet in Not und die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer“,so Hoffmann, der nicht nur den Lichtblick, sondern auch zwei Tafelläden mit Brot versorgt. Hoffmann verrät, dass er vor Weihnachten meistens etwas speziell für den Lichtblick backt. „Die Leute sollen auch Weihnachten haben, besonders die Kinder, denn die trifft es am meisten, wenn die Eltern in Armut leben“, sagt der Hambacher. Kuchen, Gebäck, andere Süßteile und manchmal auch Brötchen oder Brot erhält der Lichtblick ebenfalls seit 15 Jahren regelmäßig von der Bäckerei Graf in der Hauptstraße.
„Man muss ja die armen Leutchen ein bisschen unterstützen“, meint Seniorchefin Ingeborg Graf. „Wenn ich Kuchen habe, der noch vollkommen in Ordnung ist, den ich aber nicht mehr verkaufen kann, kann ich den doch nicht wegschmeißen“, sagt Graf. Deshalb habe sie dem Lichtblick angeboten, dass er diese Waren haben kann. „Uns geht es gut, da kann man doch auch was für andere tun“, betont Graf. „Wenn ich sehe, dass Kinder nicht genug zu essen haben, da treten mir die Tränen in die Augen“, erzählt Graf.
Große Freude herrsche immer, wenn der Lichtblick Kuchen und Torten von den Konditoreien Michel und Sixt bekommt, erzählt Eber-Huber. „Das schmeckt super, wird immer gern gegessen und ist schnell weg“, verrät Eber-Huber.
Von der Konditorei Sixt, die in der oberen Hauptstraße nur wenige hundert Meter von der Tagesbegegnungsstätte entfernt ist, gebe es außerdem Brötchen. „Wir haben mitbekommen, dass so eine Einrichtung entsteht und haben gefragt, ob wir etwas bringen können“, erzählt Christoph Vogel, Chef der Konditorei. „Für uns ist das ganz natürlich, dass wir andere unterstützen, denen es nicht so gutgeht wie uns“, berichtet Vogel von der Lebenseinstellung, die er und seine Frau Christa Sixt-Vogel haben. Vogel betont, dass in den Lichtblick nichts gebracht werde, was schlecht ist, sondern nur Kuchen und Torten, „die wir aufgrund des hohen Qualitätsstandards unseres Hauses nicht mehr verkaufen können, die aber noch einwandfrei sind“. Und auch in der Konditorei Sixt wird vor Weihnachten extra etwas für den Lichtblick gebacken, „dass die Leute es ein bisschen schön haben“.Vogel erzählt, dass er und seine Frau schon einige sehr nette Dankesbriefe bekommen haben „und gelegentlich kommt jemand herein und sagt ,wir haben im Lichtblick von ihrem Kuchen gegessen, der war toll‘, so bekommt man auch etwas zurück". Wurst gibt es für die Tagesbegegnungsstätte regelmäßig von der Metzgerei Neumaier in derKellereistraße und der gesamte Getränkebedarf wird von der in der Nähe von Kusel ansässigen Firma Food-Tex abgedeckt. Auch einige Privatpersonen versorgen den Lichtblick regelmäßig mit Lebensmitteln, wie Eber-Huber berichtet.
„Die Familie Dietrich aus Neustadt bringt jeden Monat ein Auto voll Lebensmittel vorbei und auch die Familie Ledig aus Hambach versorgt uns regelmäßig“, freut sich Eber-Huber. Ein Ehepaar aus Speyer, das nicht genannt werden will, kommt jeden Monat eigens nach Neustadt, um der Tagesbegegnungs-stätte Lebensmittel zu spenden.
Auch mit Baumaterialien wird der Lichtblick kostenlos versorgt. „Immer wenn wir umbauen oder renovieren schenkt uns die Firma H + H Handrich Bauzentrum in der LandauerStraße das gesamte Material, da kommt einiges zusammen“,sagt Eber-Huber. Sie wolle den Menschen helfen, nennt Chefin Irene Handrich als Grund für ihre Spendenbereitschaft. „Das ist eine Supersache“, freut sich Eber-Huber über die Unterstützung der Geschäfte und Betriebe. Unverzichtbar für den Lichtblick seien auch die Spender, die regelmäßig oder auch nur gelegentlich Geldüberweisen.
Ebenso toll sei es, dass ehrenamtliche Helfer im Lichtblick aktiv sind. Zwar hätten sich die Helfer aus den ersten Jahren inzwischen aus Altersgründen etwas zurückgezogen, doch bei Bedarf seien sie nach wie vor im Einsatz. Eber-Huber nennt hier Edith Annweiler, Hilde Appel, Dr. Werner Klek, Rita Pagel, Margarete Henkel und Luzia Nickel. (ann)
Wenn im Lichtblick gebaut und renoviert wird, spendet ein Baustoffhandel das Material. Die Küche im Lichtblick wird von vielen Neustadter Unternehmen unterstützt: Sie spenden Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden, aber noch in gutem Zustand sind.
(Anmerkung Redaktion Lichtblick am 13. Oktober 2011)
Wir danken der "Rheinpfalz" Neustadt für die freundliche Überlassung der Texte im Original, Darstellung der zugehörigen Bilder, für diesen Beitrag, sind leider nicht möglich, da wir aus technischen Gründen auf eine Publikation im Format ... pdf verzichten mussten.
„Die Rheinpfalz“ schreibt am 29.3.2011
„Montage-Engel” fliegen zu Bedürftigen
Unter dem Namen „Montage-Engel' firmiert nun der von der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick und dem Seniorenbeirat initiierte Handwerker-Pool, wie Hans Eber-Huber, Leiter der Tagesbegegnungsstätte, mitteilt. ... mehr
"Die Rheinpfalz" schreibt am 21.03.2011
„Ich werde nicht arbeitslos werden”
Meinung am Montag: Hans Eber-Huber, Leiter des „Lichtblicks”, über das Jubiläum und die Finanzprobleme der Begegnungsstätte ... mehr
„Die Rheinpfalz“ schreibt am 19.2.2011
Andrang im Lichtblick steigt
Tagestreff: 1200 Besuche mehr - Geld wird knapp - Hilfe im Gespräch
Die Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick" wird 15 Jahre alt und plant eine Benefiz-Gala am 13. April im Herrenhof. ... mehr
"Die Rheinpfalz" schreibt am 22.11.2010
Sechs Handwerker wollen mithelfen
„Lichtblick" und Seniorenbeirat werben für Pool-Idee
Nur sechs Handwerker haben sich bisher bereit erklärt, Reparaturen für sozial Schwache kostenlos. ... mehr
Die "Rheinpfalz" schreibt am 15.11.2010
Kalenderbilder aus der Natur für Menschen am Rande
Zwölf statt 13 Monate umfasst der erste gemeinsame Benefiz-Kalender der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick und der Neustadter „Tafel" ... mehr
Die Rheinpfalz schreibt am 27.05.2010
Ziel: Reparaturen zum Nulltarif
Lichtblick und Seniorenbeirat wollen Handwerker-Pool für Bedürftige einrichten - Zusätzlich Kurse als „Hilfe zur Selbsthilfe" geplant.
Die Lampe im Schlafzimmer flimmert, die Waschmaschine macht komische Geräusche. Wer selbst handwerklich unbegabt ist, bestellt in solchen Fällen am besten einen Handwerker. ... mehr
(Die Rheinpfalz schreibt am 14.03.2008)
Zwölf Millimeter
Gratis-Frisuren im „Lichtblick“: Was es bedeutet, etwas für Menschen zu tun, die nicht viel haben. Einmal im Monat schneidet Sabine Wienk-Borgert in der Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick“ für zwei Stunden Haare. Die diplomierte Winzerin aus Diedesfeld bietet ehrenamtlich das an, was sie schon als Studentin gerne gemacht hat. ... mehr
Die "Rheinpfalz" schreibt am 05.11.2010
Mit Kabarett und Kalender
Ausverkaufte Benefiz-Gala für den „Lichtblick" im Herrenhof - Künstler aus der Region überzeugen
Bildergalerie Benefiz-Gala
Fotos dazu: En Pälzer Owend und noch andere Fotos
„En Pälzer Owend"
lautete der Titel der Benefizgala am Mittwochabend für die Neustadter Tagesbegegnungsstätte „Lichtblick". Der Festsaal des Mußbacher Herrenhofs war ausverkauft. Für die Lichtblick-Arbeit wird ein Erlös von 3.500 € erwartet. Am Ende der humorvollen Veranstaltung wurde ein Jahreskalender 2011 „Licht-Blicke" vorgestellt, den die sozialen Einrichtungen Lichtblick und Tafel erstmals herausgeben und deren Verkaufserlös geteilt wird. Die Kostproben, die die Künstler bei dem von Klaus Rothenbücher moderierten Abend ohne Gage „servierten", mundeten den Besuchern so gut, dass viele spontan nach Soloveranstaltungen fragten. „Ich habe zum ersten Mal Paul Tremmel live erlebt", berichtete ein Gast. Ein anderer will jetzt so schnell wie möglich „das ganze Programm von ,Spitz und Stumpf" hören".
Der Forster Tremmel sprach mit seinen Weisheiten und mit Mundart-Plaudereien zu aktuellen Themen dem Publikum aus dem Herzen. Das Pfälzer Kabarett-Duo Spitz und Stumpf, Bernhard Weller und Götz Valter als Winzer Eugen Stumpf und Ex-Aniliner Friedel Spitz, versuchten sich in einem witzigen Dialog an Computer und „Läptop". Mit der Gebrauchsanweisung hatte Spitz allerdings so seine Probleme: „Die muss vum Mongolische ins Deutsche iwwersetzt worre soi", meinte er.
Martina Gemmar setzte Alltagsgeschichten in Gitarren-Musik und Gesang um und animierte die Zuhörer zum Mitmachen. Ohne eine zweite Zugabe ließ das Publikum das in der Musikszene bekannte Trio Rüdiger Böhm, Peter Braun und Paul Reinig, das durch die Cellistin Isabel Eichenlaub zum Quartett ergänzt wurde, nicht von der Bühne. Sie interpretierten selbst vertonte pfälzische Mundartgedichte wie zum Beispiel von der Bad Dürkheimerin Gisela Gall. Hans Eber-Huber, der Leiter des Lichtblicks, der wie immer das stimmige, amüsante Programm komponiert hat, berichtete, dass der Erlös für den Erhalt der Einrichtung in der Amalienstraße verwendet werde. In dieser würden täglich bis zu 50 Bedürftige betreut, die kostenlos frühstücken und gegen einen kleinen Beitrag zu Mittag essen dürften.