Berichtigung bzw. Klarstellung eines Protokolls
Ernst Ohmer teilt mit, dass die Spiel- und Lernstube beim
Caritas-Projekt: Armut macht krank-jeder verdient Gesundheit besonders
vorgetellt wurde und nicht bei Misseor wie versehntlich im Protokoll
stand. So ist es richtig:
1. Begrüßung von Ernst Ohmer
Ernst Ohmer berichtet in seiner Begrüßung über die Kampagne der
Caritas:
Armut macht krank – Jeder verdient Gesundheit.
Im Rahmen der Kampagne erhebt der Caritasverband 2 zentrale politische
Forderungen:
1. Die Abschaffung der Praxisgebühr für arme Menschen
2. Den Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung für alle.
Man kann nun im Internet über die Vorschläge abstimmen.
Einfach ins Internet gehen und nachlesen und abstimmen unter:
www.jeder-verdient-gesundheit.de
Hier wird überregional u.A. auch über die Spiel- und Lernstube der
Caritas in Neustadt und ihre Aktion: Gesund kochen mit Kindern berichtet.
Viele Grüße, Hans Eber-Huber
Unser diesjähriger Betriebsausflug nach Bingen findet am 23. Mai 2011 statt.
Das Programm steht nun:
Viele Grüße, Hans Eber-Huber
Alle Ehrenamtlichen und der Förderkreis Lichtblick
Gestern Abend, am 02.März traf sich der Förderkreis im Lichtblick zur ersten Sitzung im Jahr 2011. Nach dem Hans Eber-Huber die Sitzung eröffnet hatte, hielt Ernst Ohmer ein Statement ab, dass wir Ihnen hier an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten. ... Mehr Informationen hier entlang:
15 Jahre Lichtblick – Aufgabe und Hoffnung
(Statement von Ernst Ohmer)
Sehr geehrte Damen und Herren des Förderbeirates Lichtblick. …
Ein Geburtstag ist immer ein willkommener Anlass, auf Erlebtes und Geleistetes zurückzublicken. Und so soll es auch uns, soll es dem Lichtblick gestattet sein, für einen Moment innezuhalten und die ersten 15 Jahre unseres Bestehens Revue passieren zu lassen. Und bei aller Bescheidenheit müssen wir dabei unser Licht keineswegs unter den Scheffel stellen.
Doch gerade in einer Zeit zunehmender sozialer Ungleichheit und einer sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich, zwischen scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten einerseits und dem Leben am Existenzminimum und den Rändern der etablierten Gesellschaft andererseits, muss ein solcher Rückblick auch Anlass zum Ausblick sein.
Für diesen „Ausblick im Rückblick“ möchte ich auf eine zentrale Begrifflichkeit verweisen, deren scheinbar minimale Veränderung im Wortbild eine grundlegende Neuerung im Selbstverständnis sozialer Arbeit ermöglichen kann: ich meine den Wechsel von dem Ziel der „Integration“ hin zur „Inklusion“. Im Online-Lexikon Wikipedia ist dazu unter anderem zu lesen: „Die Forderung nach sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben.“
Nach dem Willen der sozialen Agenda soll es nun also nicht mehr primär darum gehen, dass sich die sogenannten Randgruppen einer wie auch immer gearteten Normalität oder Norm unterordnen müssen, um als gleichwertig und gleichberechtigt betrachtet zu werden. Stattdessen sieht der Wunsch vor, dass der Mensch bereits aufgrund seines Mensch-Seins nicht nur toleriert, sondern als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft akzeptiert wird.
Dies ist eine schöne, eine hoffnungsvolle Vision – beinhaltet der Gedanke doch, dass Vorurteile hinsichtlich finanziellem, sozialem oder intellektuellem Status fortan niemanden mehr hindern sollen, seine individuellen Fähigkeiten zu nutzen, seinen eigenen Weg zu gehen und dadurch Anerkennung, ein höheres Selbstwertgefühl und mehr Lebensqualität zu erlangen.
Dass der Wandel von der Integration hin zur Inklusion jedoch nicht von heute auf morgen und am besten von allein geschehen kann, liegt auf der Hand. Hier wird nun aus der Hoffnung eine Aufgabe – unsere Aufgabe.
Denn die bereits erwähnte soziale Schere klafft auch zwischen denen, die eine Chance benötigen und denen, die Chancen geben können. Als etabliertes Bindeglied zwischen den Menschen fast ohne Lobby und denen, die Vorurteile abbauen und dadurch Inklusion ermöglichen können, gilt es, für gegenseitiges Vertrauen – unter Umständen auch einen Vertrauensvorschuss – zu werben, um aus der schönen Vision eine Normalität werden zu lassen, in der Unterschiede und Abweichungen nicht als Abweichen von einer alleingültigen Norm und dadurch als minderwertig betrachtet und missachtet werden.
(Ernst Ohmer 02.03.2011)